Blech richten lassen: Wo profitieren Unternehmen von bester Qualität made in Germany?
Blech richten
- 16.07.2024
Pech mit dem Blech
Um hohe Qualitätsstandards einzuhalten, benötigt die blechverarbeitende Industrie vollkommen plane und spannungsarme Bleche und Teilezuschnitte. Produktionsprozesse wie Schneiden, Stanzen, Abkanten, Biegen, Schweißen und Montieren sind von der Güte des Ausgangsmaterials abhängig.Die Ursachen für Unebenheiten im Material sind dabei vielfältig. Neben mechanischen Faktoren sind auch materialspezifische Formbeeinträchtigungen sowie Temperatureinwirkungen verantwortlich. Beim Stanzen, Lasern oder anderen thermischen Schneidverfahren wie Plasmaschneiden werden Spannungen frei oder sogar erst eingebracht. Die Bleche weisen teils sichtbare Unebenheiten auf.
Darüber hinaus erwärmt sich beim thermischen Trennen das Material zusätzlich. Im Werkstoff selbst kommt es zu einem Temperaturgefälle, was unmittelbar zu weiteren Spannungen im Material führt. Ebene, spannungsarme Bleche und Teilezuschnitte sind aber in der blechverarbeitenden Industrie ein absolutes Muss, um den hohen Qualitätsstandards gerecht zu werden.
Ob beim Schweißen, Biegen oder bei Montagearbeiten, unebene und mit Restspannung versehene Bleche beeinflussen alle nachgelagerten Prozesse. Nicht gerichtete Teile verursachen aufwendige Nacharbeiten, erhöhten Ausschuss und kostenintensive Prozessfehler. Präzises Richten mit einer Walzenrichtmaschine garantiert dabei ebene Bleche, die weitgehend frei von Spannungen sind.
Bleche müssen daher professionell gerichtet werden.
Richten: Präzision von Anfang an
Bedingt durch die Wechselbiegungen und kontinuierliche Verringerung der Umformung ist das Material nach dem Richtprozess nahezu spannungsfrei. Bereiche im Richtgut, die zuvor unter Spannungen standen, werden um die sogenannte neutrale Faser herum über die Streckgrenze hinaus gedehnt und gestaucht, wodurch die gewünschte Spannungsreduktion resultiert.
Selbst die Verarbeitung von Lochblechen, die sonst eine große Herausforderung darstellt, ist mittels Teilerichtmaschinen möglich. Auch stark verformte Bleche mit einer Kombination aus gelochten und ungelochten Bereichen lassen sich effizient, schonend und in gleichbleibender Qualität plan und spannungsarm richten.
Die Vorteile des Richtens liegen in der höheren Wiederholgenauigkeit des Biegewinkels beim Abkanten und in der Passgenauigkeit beim Schweißen, da die Teile weniger Verzug aufweisen. Nicht gerichtete Teile hingegen verursachen aufwendige Nacharbeiten, erhöhten Ausschuss und kostenintensive Prozessfehler.
Einzige Hürde beim Blechrichten: Walzenrichtmaschinen sind nicht ganz billig. Wenn bei eher kleinen Chargen eine Investition in eine eigene Richttechnologie nicht wirtschaftlich ist, verlassen sich viele blechverarbeitende Betriebe auf die Kompetenz der KOHLER Maschinenbau GmbH.
Perfekt: Lohnfertigung durch den Branchenführer
KOHLER richtet Bleche auch in Lohnfertigung. Dafür stehen im Zentrum in Lahr erfahrenes Personal zur Verfügung sowie ein umfassendes Portfolio der modernsten Peak Performer Teilerichtmaschinen mit technisch fortschrittlichen Eigenschaften und bedarfsgerechten Funktionen. Bleche mit Breiten bis zu 2.500 Millimeter und Stärken zwischen 0,2 und 40 Millimeter sind problemlos zu bearbeiten. Kunden erzielen bestmögliche, konstant hochwertige Resultate bei Auftragsarbeiten – selbst bei Lochblechen, dicken Blechen und Werkstücken mit komplexer Geometrie.
Generell lassen sich alle Metalle mit einer ausgeprägten Streckgrenze sowie einer Bruchdehnung von mindestens fünf Prozent optimal richten. Sollten die Werte im Einzelfall nicht bekannt sein, führt KOHLER individuelle Richtversuche durch, um maßgeschneiderte Lösungen zu bieten. Je nach Wunsch arbeiten die Spezialisten den Auftrag einschließlich Transport komplett ab oder sie unterstützen beratend, wenn Kunden das Richten selbst erledigen wollen – auch dies ist in Lahr möglich.