Betriebliches Mobilitätsmanagement
Das Jobticket gibt den Startschuss
betriebliches Mobilitätsmanagement
- 10.10.2024
Mit diesem Ansatz unterstützen die Unternehmen die Verkehrswende und präsentieren sich als attraktiver Arbeitgeber. Bei immer mehr Menschen, vor allem in den jüngeren Generationen, besitzt der Klimaschutz inzwischen hohe Priorität. Dadurch überzeugen Unternehmen mit ihren Nachhaltigkeitsbemühungen nicht nur die begehrten Fach- und Nachwuchskräfte, sondern auch Kunden, Investoren und die Öffentlichkeit. Außerdem sind Mobilitätsbudgets für das ESG-Reporting der Verkehrsunternehmen relevant. Obendrein können sie ordentlich sparen. Ihr Fuhrpark schmilzt und sie benötigen weniger Parkfläche, wodurch Grundstücke zum Verkauf frei werden.
Jobtickets können den Anfang machen
Besonders attraktiv ist dabei das Deutschlandticket als Jobticket. Im Gegensatz zu herkömmlichen Jobtickets ermöglicht es den Mitarbeitenden unbegrenzte Fahrten im Nah- und Regionalverkehr in ganz Deutschland und nicht nur in der Region des Arbeitgebers. Im Gegensatz zu einem Dienstwagen, den sie nach der 1-Prozent-Regelung oder der Fahrtenbuchmethode versteuern müssen, sind Fahrten mit dem ÖPNV für sie außerdem steuerfrei. Aber auch für die Unternehmen rechnet es sich. Gewähren sie das Ticket zusätzlich zum Arbeitslohn, ist es für sie ebenfalls steuerfrei. Und wenn sie einen Rahmenvertrag mit einem öffentlichen Verkehrsunternehmen schließen und das Ticket mit mindestens 25 Prozent bezuschussen, erhalten sie noch einen Rabatt von fünf Prozent.
Verkehrsunternehmen können die Arbeitgeber dabei mit einem digitalen Jobticketportal optimal unterstützen. Die Verkehrsunternehmen selbst und ihre Firmenkunden haben damit die Möglichkeit, alle relevanten Informationen wie Rahmenverträge, Abrechnungen oder Sachbearbeitende zentral zu verwalten. Die Arbeitgeber legen dort die Daten ihrer Mitarbeitenden und deren Abos an und bearbeiten sie, oder legen fest, wem welche Leistungen zustehen und wie sie verrechnet werden. Die Mitarbeitenden wiederum verwalten ihre Jobtickets bequem im Self-Verfahren selbst. Über mobile Apps bestellen und generieren sie ihre Jobtickets auf dem Smartphone.
Ein einziger Zugang zu sämtlichen Verkehrsmitteln
Möchten Unternehmen dieses Angebot dann zu einem umfassenden Mobilitätsbudget ausbauen, können die Verkehrsunternehmen mit Softwarelösungen wie der HanseCom Mobilitätsplattform dafür die digitale Grundlage legen. Die Plattform ermöglicht es ihnen, Systeme von Drittanbietern per Tiefenintegration einzubinden, übergreifend zu routen und abzurechnen. So können sie Verkehrsmittel anderer Mobilitätsanbieter oder von den Unternehmen selbst ganzheitlich in ihr eigenes ÖPNV-Angebot integrieren. Neben Bus und Bahn, Taxi, Car- und Ridesharing sowie Leihfahrrädern oder E-Scootern lassen sich dabei auch Fernzüge und Flugzeuge einbinden, um Geschäftsreisen durchgängig zu unterstützen.Diese Basis erlaubt es den Mitarbeitenden der Unternehmen, sämtliche Verkehrsmittel über eine Mobilitäts-App, ein Mitarbeiter-Portal oder andere digitale Zugänge zu kombinieren und zu buchen – in einer einzigen Oberfläche, mit nur einer Registrierung und ohne Absprung in Systeme von Drittanbietern. Sie erhalten Empfehlungen, wie sie ihre Ziele am schnellsten und bequemsten erreichen, wobei aktuelles Verkehrsaufkommen, Fahrpläne und die derzeitige Straßenlage in Echtzeit berücksichtigt werden und auch die hinterlegten Präferenzen der Nutzerinnen und Nutzer einfließen. Wenn etwa ein Zug ausfällt oder Verspätung hat, ist Car-Sharing vielleicht die bessere Wahl, um es noch rechtzeitig ins Büro zu schaffen oder pünktlich zum Geschäftstermin zu erscheinen. Ist dagegen wieder einmal Stau auf den Straßen, kann es die bessere Alternative sein, die Regionalbahn zu nehmen. Über Auswertungen kann zudem jederzeit übersichtlich nachvollzogen werden, welche Services zu welchen Kosten in der Vergangenheit gebucht wurden und wo das eigene Budget aktuell steht.
Arbeitgeber können über spezielle Portale ihre Belegschaft und deren Verträge mit Mobilitätsdienstleistern verwalten und erhalten so einen 360-Grad-Blick auf die Mobilität ihrer Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter. Sie können zum Beispiel Analysen durchführen und feststellen, welche Verkehrsmittel wenig genutzt werden, welche stark nachgefragt sind oder ob es noch Lücken im Angebot gibt. Auf dieser Basis können sie ihr Angebot gezielt anpassen und noch attraktiver gestalten.
Betriebliches Mobilitätsmanagement: Erst durch Digitalisierung wird ein Schuh draus