Wie Investoren nach der Aktienplatzierung in ein innovatives Start-up einsteigen können
Aktienplatzierung
- 20.08.2024
Was Crowdfunding für Start-ups und Anleger gleichermaßen reizvoll macht
Als "Grauer Markt" wird der außerbörsliche Handel von Wertpapieren beschrieben, bevor Aktien an einer offiziellen Börse gelistet werden. Unternehmen eröffnet die Aktienplatzierung die Möglichkeit, ihre Aktien einem breiten Kreis von Investoren anzubieten und frühzeitig Kapital zu akquirieren.Eine relativ moderne Ausprägung des außerbörslichen Handels ist das Crowdfunding. Dabei präsentieren Unternehmen ihr Geschäftsmodell einer großen Anzahl von privaten Anlegern, um Kapital zu beschaffen. Es handelt sich um eine Demokratisierung des Investitionsprozesses, denn traditionelle Finanzierungswege sind häufig großen institutionellen Investoren oder vermögenden Einzelpersonen vorbehalten. Crowdfunding hingegen eröffnet auch Kleinanlegern den Zugang zu Investitionsmöglichkeiten.
Die Vorteile sind vielfältig: Unternehmen erhöhen durch den großen Kreis potenzieller Interessenten ihre Chance auf eine erfolgreiche Finanzierung. Durch die Präsentation ihres Projekts per Crowdfunding steigern Unternehmen ihre Bekanntheit und bauen automatisch eine Unterstützerbasis auf: Der beste Unternehmensbotschafter ist jemand, der selbst in das Unternehmen investiert hat.
Im Vergleich zu traditionellen Finanzierungsrunden, die zeitaufwendig und bürokratisch sein können, ermöglicht Crowdfunding die schnelle, unkomplizierte Kapitalbeschaffung. Auf diese Weise können Unternehmen schnell ihre Geschäftsideen verwirklichen oder flexibel auf Marktveränderungen reagieren. Zudem dient Crowdfunding als frühzeitiger und wertvoller Indikator für die Marktakzeptanz eines Produkts oder einer Dienstleistung. Kurz gesagt: Es ist die ideale Finanzierungsstrategie, insbesondere für Start-ups mit einem starken Fokus auf Innovation.
"On the Road", doch mit allem Komfort
Realisiert wird das Konzept mittels recycelten und ausgebauten Überseecontainern, die in Deutschland zu Mikrohotels mit jeweils vier hochwertig ausgestatteten Einzelzimmern umgebaut werden. Jedes Zimmer erfüllt alle Bedürfnisse des reisenden Gastes, vom Duschbad über den Tisch mit Sitzgelegenheit bis zum gemütlichen Bett mit Smart-TV und kostenlosem WLAN.
Die Idee zu Roatel entstand durch das im Jahr 2020 beschlossene EU-Mobilitätspaket. Es schreibt vor, dass LKW-Fahrer ihre verpflichtende wöchentliche Ruhezeit außerhalb der Fahrerkabine verbringen müssen. Tatsächlich gibt es in der Nähe europäischer Autobahnen jedoch nur sehr wenige bis keine Hotels. Um den bestehenden Bedarf abzudecken – und neben LKW-Fahrern viele weitere Zielgruppen anzusprechen – wurden die Mikrohotels konzipiert.
Der entscheidende Vorteil: Mit Roatel kommt das Hotel direkt zum Gast. Jeder umgebaute Container ist vollständig mobil. Ob einzeln oder im modularen Verbund – der Container kann jederzeit und an nahezu jedem Ort schnell auf- und abgebaut werden. Die Lieferung und der Aufbau des Roatels dauern dabei nur einen Tag.
Zudem ist der Verwaltungsaufwand äußerst gering. Die Mikrohotels werden zentral gemanagt, es ist keine Rezeption vor Ort notwendig. Gäste buchen und checken sich selbstständig mit dem Smartphone ein.
Die bevorstehende Aktienplatzierung von Roatel
Ein Erfolg, der noch lange nicht zu Ende ist. Bei bislang 26 Roatels an 20 Standorten will das Start-up europaweit expandieren – dank seines Franchise-Modells und strategischen Kooperationen mit der Logistik- und Immobilienbranche. Der Einsatz von KI wird das gesamte System noch effizienter gestalten. Die Vision ist, bis zum Jahr 2032 alle 50 Kilometer in unterversorgten Gebieten ein Mikrohotel anzubieten. Roatels soll es in über zehn Ländern an 1.157 Standorten geben, europaweit fast 8.000 Zimmer. In Deutschland werden Gäste zwischen 965 Niederlassungen wählen können.
Durch die Gründung der Roatel Holding AG im Juni 2024 sowie der Einbringung der Roatel GmbH in Form einer Sachkapitalerhöhung projektiert Roatel nun eine Aktienplatzierung für Ende August 2024. Ziel ist die Gewinnung von bis zu fünf Millionen Euro zur Expansion und Optimierung der Dienstleistung.